Das Fechten

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Das Fechten, hierbei denkt man vermutlich an Zweikämpfer – unweigerlich an die Gladiatoren aus den Tagen des antiken römischen Reichs, welche in den Amphitheatern zur Belustigung der Massen, um ihr Leben Rangen. Es lässt sich erkennen, dass diese Form der Konfrontation eine lange Tradition hat, wobei sich die Ursprünge unseres modernen akademischen Fechtens in die Zeit des Mittelalters zurückdatieren lässt.

Das Fechten: Die Anfänge

Damals als während dem Tjosten die Lanzen an dem Schild und der Rüstung barsten und man seinen Kontrahenten aus dem Sattel gehoben hatte wurde der Kampf oftmals zu Fuß mit dem Schwert fortgesetzt. Natürlich ist lässt sich hierbei schon ein Unterschied zur Antike feststellen, da die um die Gunst des Publikums kämpfenden Ritter nicht nach dem Leben des jeweils anderen trachteten. Die Methoden eines solchen Wettstreit kann man sich ohne Sorge recht Stumpf vorstellen, wobei ein probates Mittel, das simple Entreißen des Schwertes woraufhin der Kampf darin bestand den Gegner zu Boden zu ringen. Nun mag man sich das recht einfach vorstellen, jedoch darf der geneigte Leser nicht vergessen, dass die Kontrahenten in schwere eiserne Rüstungen gehüllt waren und sich daraus eine besondere Schwierigkeit des Vorhabens ableiten lässt.

Da nicht allen in Zweikämpfe verwickelten Personen, zur damaligen Zeit, Rüstungen zur Verfügung standen, nicht zuletzt wegen deren hohen Kosten, da sie gemeinhin als Standessymbol verstanden werden kann. Mussten alle weiteren Personen schon weit fähiger mit der Klinge umgehen. Im Zuge der Verbreitung dieser Zweikämpfe entwickelten sich über die Jahre die ersten Fechtschulen im deutschsprachigen Raum, z.B. Augsburg 1509 oder Regensburg 1530. Zu erwähnen ist an dieser Stelle das erste dokumentierte Schaufechten 1397 in Frankfurt am Main während des Reichstages. Nicht nur in Deutschland festigte sich das Fechten als grundlegende Kampfkunst auch in Italien erfuhr diese steigende Popularität, nicht zuletzt um sich den Gefahren des alltäglichen Lebens zur damaligen Zeit zur Wehr zu setzen.

Städte wie Frankfurt am Main oder auch Nürnberg setzten aktiv daran die Wehrhaftigkeit ihrer Bürger zu steigern in dem sie den Fechtenden besondere Rechte zu sprachen. Hierbei werden unter anderem auch Studenten benannt. Nicht überall stand man dieser Entwicklung so wohlwollend gegenüber, in Heidelberg war es den Studenten zunächst nach der Universitätsgründung gänzlich untersacht die Fechtkunst zu erlernen. Mit dem Lauf der Zeit wurden die Fechtgesellschaften durch modernere Waffengattungen allen voran den Feuerwaffen verdrängt.

Der Wettkampf

Von nun an pflegten Studenten, Soldaten und Adelige die Fechtkunst, das Fechten weiter. Das Sprichwort: „Jemanden die Stange halten.“ Leitet sich vom grundsätzlichen Ablauf eines Fechtwettkampfes ab. Der Fechtlehrer konnte während eines Wettstreits mittels einer Stange kontrollierend in das Kampfgeschehen eingreifen und je nach Moment das Glück des einen oder anderen Kontrahenten nach seinem Wohlwollen beeinträchtigen. 

Die Evolution der Mensur